IT-Campus St. Ingbert

Vier Industriedenkmäler der "Alten Schmelz" in St. Ingbert bilden gemeinsam den von RaumstarArchitekten geplanten IT-Campus. Hier entstehen circa 180 moderne Büroarbeitsplätze. Der Entwurfsansatz für das unter Denkmalschutz stehende Ensemble hat das Ziel, ein Zusammenspiel der einzelnen Gebäude und eine Zusammengehörigkeit deren Nutzer im Außenraum umzusetzen. Im Fokus sind hier insbesondere die historischen Zugangstreppen, welche in Ihrer jetzigen Form teilweise den heutigen Anforderungen an eine Gebäudeerschließung nicht gerecht werden. Weiterer Fokus ist die Schaffung einer Campus Situation. Die Gebäude nehmen nach der Revitalisierung Büros auf, deren Nutzer über die vier Gebäude hinweg ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln können. Idee ist die historischen Außentreppen sichtbar und soweit es geht nutzbar zu halten. Ergänzungen, die den heutigen baurechtlichen Vorschriften entsprechen, sollen die Treppenanlagen komplettieren. Diese baurechtliche Ergänzung wird gleichzeitig genutzt und erweitert, um Aufenthaltsflächen vor den Gebäuden zu platzieren, auf denen die Nutzer Aufenthalt finden, um mit dem Außenraum in Kontakt zu kommen. Diese Außenpodeste schmiegen sich - wo möglich - an die historischen Treppen an und bringen das Alte und Neue in Kontrast miteinander. Dieser Ansatz lässt sich an allen Gebäuden wiederholen und sorgt so für das gewünschte Zusammenspiel der einzelnen Baudenkmäler. Im Nordwesten des IT-Campus befindet sich der neu angelegte MINT Campus. Durch einen gläsernen Anbau an das Pförtnerhaus wird ein Portal zum Campus geschaffen. Ein möglicher Neubau im Süden des MINT Campus bildet einen geschützten Hof  und bietet neu angesiedelten Initiativen Raum.

Das Konstruktionsgebäude im Süd-Westen bietet nach Umbau 64 moderne Büroarbeitsplätze auf drei Etagen. In jeder Etage gibt es neben einer offenen Küche auch verschiedene Sitzgelegenheiten für informelle Kommunikation sowie Toiletten. Eine neue Rampe ermöglicht den barrierefreien Zugang zum Gebäude. Ergänzt wird diese von verschiedenen Podesten zum Verweilen mit Blick auf das Pförtnerhaus und Konsumgebäude. 

Das Pförtnerhaus im Nord-Westen sitzt im Herzen des IT- Campus und ist zugleich Portal zum MINT- Campus. Hier entsteht das neue Zentrum für bestehende und künftige Initiativen der “Alten Schmelz”. Neben festen Büroplätzen für die Initiativen gibt es einen Raum für Workshops und Jugendarbeit sowie einen einladenden Raum als sozialen Anlaufpunkt. Ergänzt wird das Pförtnerhaus um einen 100 m² großen Anbau.

Das Konsumgebäude im Norden bietet nach Umbau 51 moderne Büroarbeitsplätze auf drei Etagen. In jeder Etage gibt es neben einer offenen Küche auch verschiedene Sitzgelegenheiten für informelle Kommunikation sowie Toiletten. Der neue Haupteingang befindet sich in der Mitte des Gebäudes. Eine Verbindung der bestehender Podeste im Stil des Sockels ermöglicht zusammen mit der Bestandsrampe den barrierefreien Zugang zum Gebäude. 

Das Herrenhaus im Westen bietet nach Umbau 66 moderne Büroarbeitsplätze auf drei Etagen. In jeder Etage gibt es eine offene Küche und Toiletten. Die Raumstruktur des Herrenhauses bleibt weitgehend unberührt. Die Fassade bleibt bis auf die Rekonstruktion der gegenläufigen Treppe auf der Südseite gänzlich unverändert.

 

Baujahr
Vorplanung
Fläche
BGF 4.000 m²
Polycarbonat, Holz, Pflanzen
St. Ingbert, Saarland

"Der saarländische Ministerrat hat grünes Licht für die Erschließung und Entwicklung des Standortes „Alte Schmelz“ in St. Ingbert für den geplanten CISPA Innovation Campus gegeben (Oktober 2020). Auf dem Gelände soll Raum entstehen für Ausgründungen und Ansiedlung von Betrieben im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Informationssicherheit und der künstlichen Intelligenz." (CISPA) Vier Industriedenkmäler aus dem 19 Jahrhundert bilden gemeinsam den neuen IT-Campus. Hier entstehen circa 180 moderne Büroarbeitsplätze. Vier Industriedenkmäler aus dem 19 Jahrhundert bilden gemeinsam den neuen IT-Campus. Hier entstehen circa 180 moderne Büroarbeitsplätze.

Auftraggeber
gwSaar
Architekt
Michael Kloos, Mario Pohling
Leistungsphasen
1 - 2
Team
Timothy Villiers